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Aufsuchende Familientherapie

In der systemischen Therapie werden Symptome und Probleme nicht als Krankheit eines Einzelnen angesehen, sondern der Blick wird immer auf das soziale System gerichtet, das ihn umgibt.

 

Die Störung, die Symptome oder das Problem ist die derzeitige bestmögliche Lösung für das System in einer Konfliktsituation. Es mag im ersten Augenblick ungewöhnlich klingen, eine Störung als bestmögliche Lösung zu bezeichnen. Dies bedeutet allerdings nur, dass dem System bisher keine andere Lösungsmöglichkeit zur Verfügung stand. In diesem Sinne gibt es nicht den einen kranken Symptomträger, sondern das System, in welchem sich diese Symptomatik entwickeln konnte, rückt in den Focus der Betrachtung.

In der systemischen Therapie wird dieser bisherigen Lösung eine akzeptierende und wertschätzende Haltung gegenüber eingenommen und aufgezeigt, dass dem System bis jetzt kein anderer Weg möglich war. Das Ziel in der Therapie ist, die zur Verfügung stehenden Lösungsmöglichkeiten für das System zu erweitern, damit die Symptome nicht mehr die einzige mögliche Lösung darstellen.

 

Das Menschenbild des systemischen Therapieansatzes sieht die Fähigkeiten und Ressourcen im Vordergrund.

Menschen werden somit nicht mit dem Schwerpunkt auf ihren Defekten oder Defiziten gesehen. Die Ressourcen können sich manchmal auch in problematischen Verhaltensweisen zeigen, allerdings sind sie dann verdeckt oder die Fähigkeiten passen in dieser Situation nicht zum Kontext. Im Verlauf einer systemischen Therapie werden die Symptome und Probleme in diesem Sinne neu interpretiert und die Ressourcen in ihren positiven und stabilisierenden Facetten herausgestellt.  

 

 

Für wen leisten wir Familientherapie?

 

Grundsätzlich steht die Aufsuchende Familientherapie allen Familien, in denen ein Bedarf an „Hilfen zur Erziehung“ besteht, offen. 

 

  • Familiensysteme mit drohender Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen
  • Familien in denen unklar ist, ob Kindeswohl gewährleistet ist
  • Familien in akuten Krisen, in denen Kinder mit Symptomen reagieren 
  • Familien mit multiplen Problemlagen 
  • Familien in Umbrüchen (Begleitung bei Trennungen, Scheidungen und anderen lebenszyklischen Übergängen). 
  • „Besondere“ Familienmodelle wie Patchworkfamilien, Stieffamilien, Pflegefamilien, Alleinerziehende, “Junge” Elternschaft 

 

Die in unserem Leitbild genannten Grundsätze sind als grundsätzliche Arbeitshaltungen der Fachkräfte der Projektgruppe Ambulanz zu verstehen und werden vielfältig methodisch umgesetzt. Die angewandten Methoden richten sich jeweils nach den Bedürfnissen der Familien und deren Bezugspersonen wie auch nach den unterschiedlichen professionellen Profilen der Fachkräfte. 

Anforderungen an Fachkräfte der Aufsuchenden Familientherapie bei Sprungbrett e.V.:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium oder gleichwertig anerkannte Ausbildung
  • mindestens dreijährige familientherapeutische/systemische Weiterbildung
  • Zertifizierung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Familientherapie, des Dachverbands für Familientherapie und Systemisches Arbeiten, der Systemischen Gesellschaft oder der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie
  • Hohe Bereitschaft, sich auf schwierige Arbeitsbedingungen einzulassen


 

Teamleitung

Teamleitung

Sabine Köhn-Hamacher

Dipl.-Soz.päd./Soz.arb. (FH)
Kinderschutzfachkraft
Syst. Beraterin (SG)
Syst. Fam.-therapeutin (SG)

       

Kontakt 

Sprungbrett e.V

Heinersdorfer Straße 8

16321 Bernau

Tel. 03338 76 95 55
sabine.koehn-hamacher@prungbrett-bernau.org